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Europas Fußballelite – Profitabilität der 20 umsatzstärksten Fußballclubs

Wie bereits in einem Artikel zur Fußballelite beschrieben, setzten die 20 umsatzstärksten Fußballclubs in der Saison 2010/11 ca. vier ein halb Milliarden Euro um. Da allerdings die alleinige Darstellung von Umsatzzahlen, zur Beschreibung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Unternehmen, nicht ausreichend ist, erfolgt im Zuge dieses Artikelzweiteilers eine detailiertere Betrachtung dieser 20 Organisationen. Denn wie heißt es so schön: „revenue is vanity and profit is sanity“.

Vorgehen

Europas Fußballelite - Ausgabenstruktur und ProfitabilitätDieser Beitrag beschreibt nun die Ausgabenstruktur und weitere wesentliche finanzielle Kennwerte der 20 umsatzstärksten Fußballclubs der Saison 2010/11, die von Deloitte in der sog. „Football Money League“ jährlich gerankt werden. Da in dieser Auflistung ausschließlich die Umsätze der Clubs (exklusive Transfererlöse) angeführt sind und miteinander verglichen werden, berufe ich mich zudem auf eine Studie der Universität Barcelona von Prof. Dr. Jose Maria Gay de Liebana, die einen umfangreicheren Blick gewährt.

Vereinzelt sind allerdings gewisse Unterschiede in den Umsatzzahlen der Deloitte Studie und der Studie der Universität Barcelona zu finden. Auf Grund dessen ist es notwendig die Umsatzzahlen aus letzterer Studie anzuführen. Wie diese Differenzen zustande kommen, kann ich leider nicht erläutern, da für mich nicht alle Abschlüsse zugänglich waren.

Da die Werte der deutschen Vertreter (FC Bayern, BVB, Schalke 04 & HSV) sowie des FC Chelsea in der Studie nicht detailliert ausgewiesen sind, habe ich diese in eigener Recherche ermittelt und  gemäß dem Muster der spanischen Untersuchung hinzugefügt.

Ziel: Wirtschaftliche Situation darstellen

Ziel dieses Artikels ist es die wirtschaftliche Situation der europäischen Fußballelite in der Saison 2010/11 zu beleuchten. Einen besonderen Zusatz bildet die im 2.Teil dieses Artikels erfolgende Betrachtung der finanziellen Stabilität der Clubs, wodurch der reine Vergleich von Einnahmen, Ausgaben und Jahresendergebnis (Gewinn/Verlust) um eine substanzielle Betrachtung erweitert wird. Dies umfasst die Offenlegung der Vermögenswerte sowie deren Finanzierung, sodass das tatsächliche wirtschaftliche Befinden dieser elitären Organisationen des Profifußball ersichtlich wird.

Einleitend – Einnahmen der Fußballclubs

Einleitend möchte ich nun die Betrachtungsobjekte und deren jeweilige Einnahmenstruktur in der Saison 2010/11 in Erinnerung rufen. Die nachfolgende Abbildung rankt die Fußballunternehmen nach der DFML 2012 und enthält die Werte aus der spanischen Studie. Wir beziehen uns also ausschließlich auf Prof. Dr. Gay de Liebana`s Studie und meine recherchierten Werte.

Let`s go

In der Saison 2010/11 konnten die 20 einnahmestärksten Fußballclubs einen kumulierten Umsatz (exkl. Transfererlöse) in Höhe von EUR 4,53 Mrd. verzeichnen, die sich zu 25% aus Spieltageinnahmen, zu 39% aus Broadcasting- und zu 36% aus sonstigen kommerziellen Erlösen (Sponsoring, Merchandising, etc.) zusammensetzten.

01 - Umsatzstärksten Fußballclubs 2010_11

Diesen Einnahmen standen Ausgaben in Höhe von EUR 5,2 Mrd. gegenüber, wodurch diese kumuliert 114% des erzielten Gesamtumsatzes (exkl. Transfererlöse) ausmachten. Dies bestätigt den Verdacht, dass die Fußballbranche größtenteils über ihren Möglichkeiten lebt(e).

Besorgniserregende Werte wiesen der FC Chelsea London (137%), AC Milan (140%), Inter Mailand (154%), Liverpool (149%), Tottenham (104%), AS Rom (129%), O.Marseille (113%), O.Lyon (135%) und der HSV (113%) auf, die alle erheblich höhere Ausgaben als Einnahmen generierten.

Darüber hinaus zeigen sich besonders kritische Werte beim englischen Club Manchester City (227%) und der „Alten Dame“ aus Italien, Juventus Turin (172%), deren Ausgaben in Höhe von EUR 356 Mio. und 264 Mio. deutlich den finanziellen Rahmen des jeweiligen Clubs überstiegen. Dieser Sachverhalt spiegelt sich bei einigen Clubs auf dramatische Weise im Ergebnis vor und nach Steuern wider, auf das weiter unten genauer eingegangen wird.

02 - Ausgaben zu Umsatz der Fußballclubs 2010_11

Bevor wir jedoch eine Rentabilitätsbetrachtung vornehmen, werfen wir noch einen genaueren Blick auf die Ausgabenstruktur der Fußballclubs.

Ausgaben übersteigen Einnahmen der Fußballclubs

Die Ausgabenstruktur der betrachteten Fußballclubs setzt sich zu 17% aus Abschreibungen für Spielerwerte, zu 29% aus sonstigen Kosten und zu 54% aus Personalkosten zusammen. Letzteres umfasst Gehälter für Mitarbeiter, die weitestgehend durch die Spieler getrieben werden. Nachfolgende Abbildung zeichnet die Ausgabenstruktur der zwanzig umsatzstärksten Fußballclubs in der Saison 2010/11.

03 - Ausgaben umsatzstärkste Fußballclubs 2010_11zusatz

Größter Block Personalkosten

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die beiden spanischen Superclubs FC Barcelona und Real Madrid in Sachen Personalkosten die Nase weit vorne haben. Dies ist allerdings nicht sonderlich besorgniserregend, da die ausgewiesenen EUR 240 Mio. und 216 Mio. lediglich 57% und 49% der Ausgaben der beiden Clubs umfassen. Trotz des hohen Wertes werden somit nicht viel mehr als 50% der Einnahmen beider Vereine beansprucht. Die UEFA empfiehlt einen PK-Umsatz-Richtwert von 60% und toleriert, im Zuge ihrer Financial Fairplay Regularien, sogar die 70%.

Über diesem tolerierten Wert, der sicherlich nicht allzu empfehlenswert ist, lagen die Personalkosten des FC Chelsea (EUR 211 Mio. / 84%), AC Milan (207 Mio. / 85%), Inter Mailand (EUR 190 Mio. / 87%), AS Roma (EUR 105 Mio. / 85%) und Juventus Turin (EUR 140 Mio. / 91%). Bei Manchester City werden mit EUR 193 Mio. sogar 114% des Umsatzes nur durch Gehaltszahlungen in Anspruch genommen, was zur Folge hat, dass Manchester City allein durch diesen Kostenpunkt Verluste generierte.

04 - Personalkosten zu Umsatz und Ausgaben der Fußballclubs

Abschreibungen auf Spielerwerte – Notwendige oder Teure Sünden

Einen weiteren Kostenfaktor bilden die Abschreibungen auf Spielerwerte. Als Abschreibungen bezeichnet man die Verteilung einer einmaligen Ausgabe für langfristige Wirtschaftsgüter auf eine bestimmte Anzahl von Jahren (Nutzungsdauer). In diesem Fall betrifft die „einmalige Ausgabe“ die Anschaffungskosten für Spieler. Die Nutzungsdauer bildet dabei die Vertragslaufzeit des Spielers, der als immaterielles Anlagevermögen gesehen wird. Läuft der Vertrag des Spielers aus, so ist sein bilanzieller Wert bei NULL. In diesem Punkt wird deutlich welche Kosten den Clubs in der Vergangenheit für neue Spieler entstanden sind. (Die Anschaffungskosten für Spieler müssen als immaterielles Wirtschaftsgut über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden.)

Im Betrachtungszeitraum bildeten Abschreibungen auf Spielerwerte kumuliert 17% der Gesamtausgaben und umfassten 19% des Umsatzes der hier betrachteten Organisationen. Deutlich über diesem Schnitt liegen erneut der AC Milan (EUR 53 Mio.), Inter Mailand (EUR 57 Mio.) und Juventus Turin (EUR 47 Mio.). Aber auch O. Marseille (37 Mio.), O. Lyon (EUR 41 Mio.), Napoli (EUR 33 Mio.) und Valencia (EUR 30 Mio.) liegen über dem Durchschnitt. Und abermals sticht Manchester City als Krösus einer Kategorie hervor, deren EUR 93 Mio. 55% des Umsatzes verschlangen. Folge der intensiven Rüstungsperiode der Citizens um im Konzert der Großen eine entscheidende Rolle zu spielen.

05 - SA zu Umsatz und Ausgaben der Fußballclubs

Sonstige Kosten

Der Kostenblock „Sonstiges“ umfasst in der Regel den Materialaufwand, Abschreibungen auf sonst. Anlagevermögen und weitere operative Aufwendungen. Dieser bildet laut Studie 29% der Gesamtausgaben und vereinnahmte 34% des Gesamtumsatzes (exkl. Transfererlöse). Deutlich über dem Durchschnitt liegen hier Inter Mailand (EUR 87 Mio.), Liverpool (EUR 120 Mio.), Juventus (EUR 78 Mio.), BVB (EUR 62 Mio.), der HSV (EUR 58 Mio.) und, wie sollte es anders sein, Manchester City (EUR 100 Mio.). Wobei hier auch gesunde Investitionen in die Zukunft enthalten seien können. So kann bspw. neue Infrastruktur geschaffen oder bestehende erneuert worden sei.

06 - sK zu Umsatz und Ausgaben Fußballclubs

Ziehen wir nun vom erfassten Umsatz die Gesamtausgaben ab, so erhalten wir das EBIT exklusive Transfererlöse. Hierbei handelt es sich um das Ergebnis vor Zinsen und Steuer ohne Berücksichtigung von Transfererlösen. Diese Rangliste wird von Manchester United (EUR 74 Mio.), Real Madrid (EUR 42,4 Mio.) und dem FC Barcelona (EUR 25 Mio.) angeführt. Es zeigt sich, dass dieser Wert bei sechs Clubs unterhalb von EUR -90 Mio. lag.

Rentabilität – Ein Bild aus roten Zahlen – 9 Ausreißer

Wie bereits häufig erwähnt, enthalten die aufgelisteten Umsatzzahlen keine Transfererlöse, was meines Erachtens nicht ganz nachvollziehbar erscheint, da die Veräußerung, genauso wie die Verpflichtung, von Spielern zum Geschäftsmodell eines jeden Fußballclubs gehört. Es sei daher angemerkt, dass teilweise ein größerer Umsatz erzielt worden seien könnte.

Nichtsdestotrotz erhalten wir in folgender Tabelle einen detaillierten Einblick in die Profitabilität der zwanzig umsatzstärksten Fußballclubs Europas. Die Tabelle gibt Aufschluss zu Umsatz, Ausgaben, EBIT exkl. Transfererlöse, EBT (Ergebnis vor Steuer) und EAT (Ergebnis nach Steuer). Letztere Kennzahl ist als Jahresüberschuss bzw. Fehlbetrag zu verstehen, der von den Clubs als Endergebnis (Gewinn bzw. Verlust) der Periode ausgewiesen wurde.

ClubUmsatz (exkl.TE)AusgabenEBIT (exkl.TE)EBTEAT
Real Madrid479,3436,942,446,831,6
FC Barcelona450,7425,425,3-12,4-9,3
Man United367,2293,573,737,711,6
FC Bayern321,4311,69,89,31,3
Arsenal London283,3264,319,016,414,1
Chelsea London251,1343,3-92,2-75,0-75,3
AC Milan243,2341,1-97,9-80,7-67,3
Inter Mailand217,4333,8-116,4-84,6-86,8
Liverpool203,5302,9-99,4-54,6-54,7
Schalke 04202,4201,21,210,24,9
Tottenham Hotspurs181,1189,1-8,00,40,7
Man City169,7385,7-216,0-218,8-218,8
Juventus Turin153,8264,2-110,4-93,8-95,4
O. Marseille151,4171,8-20,4-14,7-14,7
AS Roma124,3159,9-35,6-27,0-30,6
BVB138,5140,9-2,49,55,6
O. Lyon133,1179,9-46,8-37,4-28,0
HSV127,1144,2-17,1-4,8-3,3
Valencia119,6114,35,30,10,2
Napoli122,3108,913,410,74,2

Quelle: Prof. Gay de Liebana – Studie Barcelona (2010-2011) + eigene Recherche (DE Clubs, Chelsea)

Kumuliert ergibt sich ein negatives EBIT exkl. Transfererlöse in Höhe von EUR -673 Mio., ein negatives EBT von -563 Mio. und ein negatives EAT von EUR -610 Mio., sodass errechnet werden kann, dass die betrachteten Objekte der Fußballbranche in der Saison 2010/11 eine negative Umsatzrendite (EAT / Umsatz) von -13% erwirtschafteten.

9 Clubs mit positiven Ergebnis nach Steuer

Allerdings lassen sich hier in der Einzelbetrachtung massive Ausschläge erkennen. So zeigen 9 Fußballclubs eine Umsatzrendite von größer 0% und einen kumulierten Gewinn nach Steuer (EAT) von EUR 141 Mio. In dieser Auflistung sind drei deutsche, drei englische und zwei spanische Clubs sowie ein italienischer Fußballclub vertreten. Am rentabelsten ist der Studie zufolge Real Madrid (EUR 32 Mio.) mit einer Umsatzrendite von 6,6%, gefolgt von Arsenal London (EUR 14 Mio. / 5%), Borussia Dortmund (EUR 5,6 Mio. / 4%), Napoli (EUR 4 Mio. / 3,4%) und Manchester United, das mit einer Umsatzrendite von 3,2 % einen Gewinn in Höhe von EUR 12 Mio. auswies.

Jedoch kann bei ManU, unter genauerer Betrachtung, erhebliches Potenzial erkannt werden, da das EBIT ohne Transfererlöse EUR 74 Mio. umfasst, das Ergebnis vor Steuer (EBT) allerdings „nur noch“ EUR 38 Mio. Hier besteht nach Zinserträgen bzw. -aufwendungen ein Unterschied von gewaltigen EUR 36 Mio. Manchester United büßt immer noch für die Übernahme durch seine Eigentümerfamilie (Glazers) und die damit verbundenen Kredite, die zur Finanzierung dienten.

Auch beim FC Barcelona kosten Zinszahlungen für Kredite einen erheblichen Teil des Gewinns vor Steuern. Der spanische Superclub, der als sportliches Vorbild für viele Fußballclubs dient, generierte ein EBIT (exkl. Transfererlöse) in Höhe von EUR 25 Mio., dessen Vorzeichen sich allerdings nach Zinserträgen bzw- aufwendungen änderte, sodass ein negativer EBT-Wert in Höhe von EUR -12 Mio. zum Vorschein kam. Die Katalanen erwirtschaften einen Jahresfehlbetrag von EUR -9,3 Mio., wodurch sich eine negative Umsatzrendite von -2,1% errechnen lässt.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass Zinszahlungen für Kredite grundsätzlich nichts schlechtes sind. Die Frage ist nur zu welchem Zweck und unter welchen Rückzahlungsmodalitäten die Kredite, Darlehen, etc. aufgenommen wurden. An dieser Stelle möchte ich auf drei Möglichkeiten, die selbstverständlich nicht nur in Reinform vorkommen müssen, hinweisen: Die Inanspruchnahme eines Darlehens bzw. Kredits kann

  • a) der Spielerverpflichtung (Chelsea, Manchester City) und
  • b) dem Bau von Infrastruktur, wie bspw. Stadion und Trainingsareal (Arsenal London, Bayern München) dienen, oder aber auch
  • c) aus der Übernahmen des Clubs (Manchester United) resultieren, wenn der Eigentümer, die zur Finanzierung genutzten Darlehen auf das erworbene Objekt überträgt.

Die Beurteilung der aus diesen Möglichkeiten resultierenden Zinsen überlasse ich an dieser Stelle dem Leser.

8 Clubs Umsatzrendite von < -20%

Acht der 20 umsatzstärksten Fußballclubs generierten 2010/11 eine Umsatzrendite von kleiner -20%. Die Auflistung, bestehend aus vier italienischen und drei englischen Clubs sowie einem französischen Fußballclub, wird von Manchester City, mit einem Jahresfehlbetrag von EUR -219 Mio., angeführt, was einer negativen Umsatzrendite von -129% entspricht. Es folgen Juventus Turin (EUR -95 Mio. / -62%), Inter Mailand (EUR -87 Mio. / -40%), Chelsea London (EUR -75 Mio. / -30%), AC Milan (EUR -67 Mio. / -28%), FC Liverpool (EUR -55 Mio. / -27%), AS Roma (EUR -31 Mio. / -25%) und O. Lyon (EUR -28 Mio. / -21%).

07 - EAT und Umsatzrendite

Zwischenfazit: Profitabilität wenn Verlust dann richtig

Wir halten fest: Die Betrachtung der Profitabilität der zwanzig umsatzstärksten Fußballunternehmen zeigt, dass lediglich 9 der 20 umsatzstärksten Fußballclubs ein positives Jahresergebnis generierten. Der profitabelste Club, gemessen an EAT und Umsatzrendite (EAT / Umsatz), bildete Real Madrid, das im Halbfinale der Champions League 2011 gegen den FC Barcelona, den späteren Sieger des Wettbewerbs, ausschied. Real Madrid wurde in der genannten Saison zweiter der Primera División, hinter den Katalanen, gewann jedoch den spanischen Pokal  „Copa del Rey“ gegen den Erzrivalen.

Der FC Barcelona wies als Champions League Sieger und Meister in der spanischen Liga am Ende der Saison 2010/11 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -9 Mio. aus und zeigte eine negative Umsatzrendite von -2%. Das Finale in der Königsklasse konnte der katalanische Top-Club, unter der Regie des neuen FC Bayern-Trainers Pep Guardiola, gegen Manchester United überzeugend gewinnen.

Der englische Meister wurde zwar im CL-Finale vernichtend geschlagen, beendete allerdings die Premier League 2010/11 als Erster und setzte sich somit national gegen Größen wie Chelsea London, Manchester City und Arsenal London durch.

Die erstgenannten Clubs aus der Premier League wiesen im Betrachtungszeitraum, trotz des erfolgreichen sportlichen Abschneidens in der heimischen Liga und dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League (FC Chelsea) bzw. des Achtelfinales der Europa League (Man City), negative Kennzahlen aus. Chelseas Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -75 Mio. hatte eine negative Umsatzrendite zur Folge, die von Manchester City sogar noch „übertroffen“ wurde (EUR -219 Mio. / -129%).

Nimmt man eine länderspezifische Betrachtung vor, so erfährt man, dass die vier Vertreter aus der Bundesliga mit einem kumulierten Jahresüberschuss von EUR 8,5 Mio. und einer Umsatzrendite von 1,1%, hinter den drei spanischen Vertretern (EUR 22,5 Mio. / 2,1%) rangierten. Es folgen die zwei französischen (EUR -43 Mio. / -15%), die sechs englischen (EUR -322 Mio. / -22%) und die fünf italienischen Vertreter die mit einem kumulierten Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -276 Mio. die schlechteste Umsatzrendite (-32%) auswiesen.

Die Vermögenswerte und deren Finanzierung

Weiter geht es im zweiten Teil, der sich auf die Vermögenswerte der Fußballclubs und deren Finanzierung konzentriert. Darüber hinaus findet eine Betrachtung der finanziellen Stabilität dieser besonderen Unternehmen statt.

Marco Mesirca / Juli 2013

6 responses to “Europas Fußballelite – Profitabilität der 20 umsatzstärksten Fußballclubs

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  5. Hallo Herr Mesirca,
    ausspreche „Lob, uneingeschränkt“!
    Habe Ihre Seite durch Zufall entdeckt und bin begeistert. Jetzt werde ich in den nächsten Abenden mal alles durchlesen und mit der NFL und dem College Football zu vergleichen.
    Auf jeden Fall ist Ihre Seite auf den ersten Blick so beeindruckend, so dass ich mich, zum erstenmal, gleich hingesetzt habe um ein Dankeschön zu senden.
    Beste Grüße
    Georg Jakob
    Sport-in-München
    Vorstand American Football und Cheerleading Bezirks Oberbayern
    0175-603 1101

  6. Als leitender kaufmännischer Angestellter einer Dienstleistungsfirma verstehe ich wirklich etwas von Finanzen und der Buchhaltung, daher kann ich bescheinigen, dass diese Recherche ganz große Klasse ist! :)

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