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Finanzanalyse des Hamburger Sportvereins (HSV)

HSV – Der Hamburger Sportverein ist der einzige deutsche Fußballclub der seit der Gründung der Fußballbundesliga im Oberhaus vertreten ist. Nicht umsonst wird er als Dinosaurier der Bundesliga bezeichnet.

Der Club aus der Hansestadt hat hinter dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 die meisten Mitglieder und, trauen wir einer Umfrage von Sportfive, genießt der Hamburger Sportverein ein gewaltiges Interesse innerhalb Deutschlands. Der Hochrechnung von Sportfive zufolge ist der Hamburger Sportverein 63 Mio. Menschen in Deutschland bekannt, davon finden 25 Mio. den Club aus der Hansestadt interessant und 7 Mio. sogar ganz besonders interessant. Nach Vereinsangaben hat der Club 71.557 offizielle Vereinsmitglieder und ca. 810 Fanclubs, von denen 50 im Ausland angesiedelt sind.

Es lässt sich nicht leugnen, dass der Traditionsverein aus Hamburg eine bedeutende Stellung im deutschen Fußball einnimmt. Als Gründungsmitglied der ersten deutschen Fußballbundesliga ist der Club seit nun 50 Jahren ununterbrochen erstklassig und absolvierte mit 1698 Spielen die meisten Spiele im deutschen Oberhaus. In der ewigen Bundesligatabelle, in der die Ergebnisse seit der Gründung der Liga 1963 erfasst sind, nimmt der HSV den dritten Platz ein und erkämpfte sich somit kumuliert 2.562 Punkte, was 1,51 Punkten pro Partie entspricht

In dieser Zeit gewann der HSV sechsmal die deutsche Meisterschaft, dreimal den DFB-Pokal, einmal den Pokal der Pokalsieger sowie den Pokal der Landesmeister (1983). Letzterer Triumph war wohl der Höhepunkt des Hanseclubs, als die Elf um Uli Stein, Horst Hrubesch und Felix Magath 1:0 gegen Juventus Turin gewann und somit die Dominanz (von 6 Jahren) der englischen Clubs in diesem Wettbewerb brach. Der frisch gekürte Vizemeister Italiens, trainiert von Giovanni Trapattoni und bestickt mit Spielern wie Platini und Boniek, galt als haushoher Favorit.

Der HSV – Dinosaurier der Bundesliga

Doch der Hamburger Sportverein lässt sich nicht nur wegen seiner Historie als Dinosaurier der Bundesliga bezeichnen. Tatsache ist, dass trotz der gewaltigen Bekanntheit und den vergangenen Erfolgen den Club seit einigen Jahren eine gewisse, nennen wir es mal, Lethargie umgibt.

Während gestandene Clubs wie der FC Bayern und der wiedererweckte BVB, mit einer unglaublichen Fanbasis und einer ähnlichen Tradition, die Bundesliga dominieren, macht der Hamburger Sportverein sowohl sportlich als auch finanziell eher negativ denn positiv auf sich aufmerksam.

seit 2001 zehn verschiedene Trainer

Seit 2001 hatte der HSV 10 verschiedene Cheftrainer, von denen Kurt Jara (2001) und Thomas Doll (2004) mit ca. 2 Jahren die längste Amtszeit im Club verbrachten. Zudem hatte der Club in dieser Periode 4 verschiedene sog. sportliche Leiter, die dem Cheftrainer übergeordnet seien dürften. Mit einer Amtszeit von fast 7 Jahren (2002 – 2009) zeigte sich Dietmar Beiersdorfer am längsten für die sportlichen Geschicke des HSV verantwortlich. Gemeinsam mit Bernd Hoffmann, als Vorstandsvorsitzenden (2003 – 2011), bestimmte er maßgeblich die sportlichen Geschicke des Hamburger Sportvereins. Die Periode zwischen 2003 bis 2009 war somit die längste in der zumindest die sportliche Führung konstant besetzt war, auch wenn vielen das Amt des Fußballlehrers eher wie ein Trainer-Karussell vorkommen müsste.

Der HSV findet nicht zur Ruhe und dies ist auch der Grund für die sportliche Berg- und Talfahrt, die seit 2007/08 sogar als sportlicher Verfall verstanden werden kann. Daher sind zunehmend negative Schlagzeilen zur finanziellen Lage des HSV in den Medien präsent, die Ernst-Otto Rieckhoff dazu veranlassten die HSVPLUS Initiative ins Leben zu rufen. Strukturelle Veränderungen sollen den Club wieder zurück nach Europa führen.

Grund genug den Hamburger Sportverein genauer unter die Lupe zunehmen. In einem Gastbeitrag auf Spielverlagerung.de habe ich die finanzielle Lage des HSV ausführlich analysiert und zum einen u.a. Umsatzstruktur, die Profitabilität sowie die Vermögenswerte des Clubs und deren Finanzierung dargestellt. Zum anderen wird anschaulich die Konzernstruktur des Konzerns HSV e.V. erläutert, dem als Mutterverein diverese Tochterunternehmen angehören. Durch klicken auf nachfolgende Abbildung werden Sie auf entsprechenden Report weitergeleitet. Ich freue mich auf Feedback.

00 - HSV Dino2(Und hier gibts die Finanzanalyse des HSV als Download als .pdf)

Marco Mesirca / 2013

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