Garmisch Partenkirchen – Sportstätten und Freizeitanlagen
Der nachfolgende Beitrag stellt die Sportstätten und Freizeitanlagen des Marktes Garmisch-Partenkirchen dar. Dabei werden sowohl die Einrichtungen der Stadt, als auch ausgewählte Anlagen kommerzieller Anbieter berücksichtigt. Nachfolgend wird zunächst der Markt Garmisch-Partenkirchen skizziert und die zur Verfügung stehenden Sport- & Freizeitangebote dargestellt. Im Anschluss daran werden die einzelnen Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen aufgezeigt und genauer erläutert.
Garmisch Partenkirchen
Garmisch-Partenkirchen ist Deutschlands Wintersportort Nr. 1 und beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Kulturliebhaber. Das beliebte Ausflugsziel mit seiner bayerischen Ursprünglichkeit bietet historische Sehenswürdigkeiten, diverse Veranstaltungen, Sport- und Wellnessmöglichkeiten sowie Naturerlebnisse. (vgl. Schmidt, 2012a) Der Markt und zugleich Kreishauptort des Landkreises Garmisch-Partenkirchen lädt zum Ausspannen, Entspannen und Genießen ein. Garmisch Partenkirchen, so heißt es auf der Website, bietet „Viel Natur. Viel Kultur. Und ganz viel Herz.“ (SCHMIDT, 2012a). Die nachfolgende Grafik gibt anschaulich Aufschluss über die Lage des Marktes Garmisch-Partenkirchen.
Der Markt Garmisch Partenkirchen gilt als leistungsfähige kreisangehörige Gemeinde Bayerns. Die Gemeinde hat eine Gesamteinwohnerzahl, Stand 2012, von 27.640. Ende 2009 lag der weibliche Anteil, bei einer Einwohnerzahl von 25.953, bei 54 %. Gemessen an der Gesamtheit lag der Anteil der unter sechsjährigen bei 4,3 % (1127), der sechs- bis fünfzehnjährigen bei 7,4 % (1915), der 15- bis 18-jährigen bei 2,8 % (716), der 18- bis 25-jährigen bei 7,3 % (1895), der 25- bis 30-jährigen bei 5,1 % (1335), der 30- bis 40-jährigen bei 11 % (2846), der 40- bis 50-jährigen bei 15,6 % (4061), der 50- bis 65-jährigen bei 18,3 % (4762) und der 65 oder mehr bei 28,1 % (7296). Somit liegt der Anteil der unter 40-jährigen bei 37,9 %. Das entspricht einer Gesamteinwohnerzahl der unter 40-jährigen von 9.834, wovon 4.976 weiblich und 4.858 männlich sind. (BAYERISCHES LANDESAMT, 2011) Die Altersstruktur (blau) sah 2009 wie folgt aus:

Laut der Flächenerhebung zum 31. Dezember 2009 durch das Bayerische Landesamt lag die Gesamtgebietsflächengröße bei 20.567 ha. Wie sich diese verteilt, wird in nachfolgender Grafik ersichtlich:

Touristisches Markenleitbild Garmisch-Partenkirchen
Nachfolgend sollen die Vision, Mission und Werte von Garmisch-Partenkirchen dargestellt werden, welche das touristische Markenleitbild prägen. Garmisch-Partenkirchen möchte die beliebteste europäische Alpin-Destination werden und als Ort wahrgenommen werden, an dem der Mensch „sich selbst seine Lebensfreude und seine Verbindung zur Natur neu entdeckt“ (SCHMIDT, 2012c, S. 1). Dafür sollen persönliche Erlebnis-Höhepunkte und vorallem die wundervolle Natur sorgen. Ziel des Marktes ist es Vorfreude nur durch den bloßen Gedanken an Garmisch-Partenkirchen zu erzeugen. Als zentrales Missionsziel hat sich Garmisch-Partenkirchen, das „Energietanken“ der Gäste gesetzt. Ziel ist es, dass die Besucher lange von ihren Erlebnissen zehren und somit auch nach ihrem Urlaub davon profitieren. Dies soll durch die Begeistung mit Charakter und nachhaltiger Qualität erreicht werden. Garmisch-Partenkirchen steht für Lebensfreude, Weltoffenheit, Nachhaltigkeit, Qualität und Vielseitigkeit. Besonders der Wert Zukunft durch Herkunft ist ein entscheidendes Charakteristikum, worunter die Pflege von Tradition und Brauchtum sowie die Beachtuch des Zeitgeistes fällt. Garmisch-Partenkirchen bildet „das Tor zum alpinen Paradies der unbegrenzten Möglichkeiten“ (SCHMIDT, 2012c, S. 1). (vgl. SCHMID, 2012c)
Die Fremdenverkehrsentwicklung zeigt, dass 2009 in Garmisch-Partenkirchen 320.945 Gästeankünfte, bei insgesamt 1.205.310 Übernachtungen erfolgten. Im Schnitt hielten sich die Gäste von Beherbergungsbetrieben mit neun oder mehr Gästebetten (inkl. Campingplätze) 3,3 Tage im Markt auf. (vgl. BAYERISCHES LANDESAMT, 2011, S. 15) Die hohe Waldfläche (48 %) lässt erahnen, weshalb Garmisch-Partenkirchen als beliebtes Kur-, Wellness- und Sportziel gilt.
Angebotsstruktur
Im Folgenden werden die Sport- & Freitzeitangebote Garmisch-Partenkirchens aufgezeigt. Hierbei bediente sich der Autor dem Branchenbuch „Gelbeseiten“ und den Informationen der Rathaus-Website Garmisch-Partenkirchens. Aus den gesammelten Informationen wurde eine „Master Tabelle GAPA“ erstellt welche alle eingetragenen Sport- & Freizeitangebote und -stätten enthält.
Die nun folgende Auflistung stellt die recherchierten Sport- & Freizeitangebote dar. Zu dieser Kategorie werden Sportangebote (Sportvereine, Sportschulen, Skischulen, Sportstätten), Freizeitangebote, kulturelle Vereine, Musikvereine, Massage- & Yoga-Angebote sowie Ballettunterricht gezählt.
Nachfolgende Abbildung stellt die Angebote übersichtlich dar und gibt eine Übersicht zur prozentualen Verteilung. Für einen genaueren Einblick empfehle ich die Excel Datei „Master-Tabelle GaPa“.

Selbstverständlich kann es bei den einzelnen Angeboten zu Überschneidungen kommen, da bspw. die Angebote von Sportvereinen in den Sportstätten oder Freizeiteinrichtungen stattfinden. Mit Abbildung soll lediglich ein Überblick des Umfangs gegeben werden.
Im nachfolgenden Kapitel wird nun näher auf die Sportstätten, Bäder, Büchereien, Fitnesscenter und Freizeiteinrichtungen eingegangen. Wobei es immer zu beachten gilt, dass die Art und der Umfang sportlicher Aktivitäten abhängig von der zur Verfügung stehenden Infrastruktur, Angebotsstruktur und Organisationsstruktur sind. (N.N, 2008, S. 6)
Die Sportstätten in Garmisch Partenkirchen
Das Aufzeigen und die Analyse der diversen Sportstätten in Garmisch-Partenkirchen bilden den Anfang der Studienarbeit. In Abbildung 5 werden zu Beginn die zentralen Sportstätten aufgezeigt und somit die Lagenpositionierung dargestellt. Im Folgenden wird näher auf diese eingegangen.

Olympia-Eissport-Zentrum Garmisch-Partenkirchen (A)
Am 02.05.1990 wurde die Sanierung, des 1934 errichteten, Olympia-Eisstadions eingeleitet. Der Umbau zum Olympia-Eissport-Zentrum (OEZ) dauerte drei Jahre und wurde am 19.08.1993 zum Probebetrieb frei gegeben. (vgl. LICHTMESS, 2012a) Das OEZ hat eine Kunsteis-Gesamtfläche von 7.425 qm. Davon sind 4.275 qm Halleneis und 3.150 qm Freieis. Das OEZ teilt sich in sieben Teile auf. Die Grafik gibt einen übersicht zur Anordnung der Felder.
Halle 1 (Olympiahalle) und Halle 2 (Alpspitzhalle) weisen jeweils ein Standardeisfeld von 30×60 Meter auf und sind für fast alle Eissportarten wie Publikumseislauf, Eiskunstlauf, Eistanz, Eishockey, Curling und Eisstockschießen, nutzbar. Die Curlinghalle (Halle 3) weist drei Rinks mit jeweils 15 x 45 Metern auf. Position 4 und 5 bilden Freifläche 1 und 2 und haben ein Standardeisfeld von 30 x 60 Meter bzw 30 x 45 Meter (Teil 5). Letztere findet Verwendung beim Eisstockschießen. Teil 6 des OEZ bildet die Sonnenterrasse „Winterkurpark“ mit nach Süden gerichteten Sonnenterrassen, die in Winkelform angeordnet sind, sodass ein optimales Sonnenbaden und Beobachten der Eissportler ermöglicht wird. Teil 7 ist das Panorama-Restaurant „Wintergarten“ mit 160 Sitzplätzen, von dem aus der Blick auf die Freieisflächen, das Wetterstein- und Zugspitzmassiv sowie in Halle 2 und 3.

Eine weitere Besonderheit ermöglicht es das Restaurant mittels mobiler Wandkonstruktionen in Schulungs-, Konferenz- und Seminarräume umzuwandeln. Feinheiten der technischen Konzeption der Gesamtsanierung möchte ich umfassend zitieren:
„Wesentlicher Punkt der Gesamtsanierung ist aber auch vor allem eine umweltschonende Technik und Energieerzeugung. Hier wurde eine neue Kälteverdichteranlage (mit Ammoniak) mit sieben Aggregaten und modernster computergesteuerter Leit- und Optimierungstechnik installiert. Kombiniert wird diese Anlage mit einem vorgeschalteten Blockheizkraftwerk das bei hohem Wirkungsgrad, also bester Energieausnutzung und unter Einsatz des umweltschonenden Energieträgers Erdgas die für Eisstadion und Hallenbad benötigten Energien in Form von Strom und Wärme in ökologisch sinnvoller Weise erzeugt. Mit Hilfe dieser Anlage ist es möglich, den Energieeinsatz gegenüber der bisherigen Absorptionskälteanlage erheblich zu reduzieren. Das Berohrungssystem der Eisflächen hat eine Länge von ca. 22 km. Die Kälteerzeugung erfolgt über Kolbenverdichter mit NH3 Direktverdampfung. Im Hinblick auf optimale Sicherheit und die Möglichkeit des Betriebes mit unterschiedlichen Verdampfungstemperaturen wurden für die fünf Eisfelder drei Kältekreise vorgesehen. Die auf hohem Temperaturniveau zur Verfügung stehende Enthitzerwärme wird in den Hochtemperatur-Heizkreis des Olympia-Eissport-Zentrums eingespeist. Nachwärmung im erforderlichen Umfang erfolgt über Plattenwärmetauscher, welche vom Blockheizkraftwerk der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen mit Wärmeenergie versorgt werden. Die über die Verflüssiger rückgewonnene Abwärme wird in einen Niedertemperaturkreis eingespeist. Sie dient der Wärmeversorgung der Schneeschmelzgruben sowie der Vorwärmung von Außenluft und Brauchwasserbereitung. Wesentliche Anteile des Wärmebedarfs können über Rückgewinnung der Kondensationswärme abgedeckt werden. Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung sind:
- Rückgewinnung der Abluftenthalpie
- bei der Halle II zusätzlich: in den Abluftkreis geschaltete Wärmepumpen
- Einsatz einer zentralen Leittechnik.“ (LICHTMESS, 2012a)
Das OEZ stellt das größte Eissportstadion Europas dar, indem, nach dem Anfang Juli stattfindenden Curling-Sommerturnier, auch Eishockeymannschaften wie die Mannheimer Adler trainieren. Die Eishalle bietet als eine von wenigen in Deutschland sogenanntes Sommereis an. Zudem bietet die Eisplatzanlage den Kindern in Eishockeyschule optimale Bedingungen zum Training. Doch wird das OEZ nicht nur als Sportanlage sondern auch als Freizeitanlage gesehen. Die optimale technische und räumliche Ausstattung ermöglicht neben dem Sportangebot auch das Durchführen von Konzerten, Messen, Ausstellungen und sonstigen Veranstaltungen.
Sportanlage am Hausberg (B)
Am Fuße des Hausbergs wurde 1912 vom Verkehrs- und Wintersportverein Garmisch der Sportplatz mit Rodelbahn, Sprungschanze, etc. erbaut. Das 1928/28 errichtete Sport- und Schützenhaus existiert noch heute. Diese Anlage wurde bis heute zahlreiche Einrichtungen für den Sport, Kultur und sonstige Unterhaltung erweitert. (vgl. OSTLER, 2012)

Tennisanlage am Hausberg
Die Tennisanlage ist die größte Garmisch-Partenkirchens und gilt als eine der schönsten im Bayerischen Oberland. Sie liegt nahe der Hausberg-Seilbahn. Die Anlage weist 10 Sandplätze und 4 Hallenanlagen auf. (vgl. SCHLICK, 2012) Letztere vier beinhalten 2 Original Australian Open Courts und 2 Original US Open Courts auf. (vgl. KÖHLER, 2012)
BMX-Bahn am Hausberg
Die BMX-Strecke wurde auf dem Gelände des Automobile-Club Garmisch-Partenkirchen e.V, nachdem der Sport 1986 in Garmisch-Partenkirchen bekannt wurde, erbaut. Auf dieser Strecke finden regelmäßig ausgetragene sportliche Veranstaltungen statt. So wird die Anlage auch für die bayerischen Rennserien „Bayernpokal“ und „Südbayerische ADAC BMX Meisterschaft“ eingebunden. Die Strecke wird regelmäßig umgebaut und angepasst. (vgl. KANTER, 2012)
Neben diesen Angeboten sind dort zudem auch eine Skateboardbahn und Einstockbahnen zu finden. Die nachfolgende Grafik zeigt, mit einem roten Kreuz markiert, die Eisstockbahn und daneben die BMX-Bahn. Genauere Daten zu diesen einzelnen Anlagen konnten leider nicht gegeben werden.
Rodelbahn am Hausberg
Die Rodelbahn am Hausberg hat eine Länge von 3900 Metern und weist einen Höhenunterschied von 650 Metern auf. Die „Bergbahnfahrt auf den Hausberg, am Ausgang der Bergbahnstation links, den Skilift queren und dem Fußweg folgen. Der Fußweg, der vom Bayernhaus über die Kochelbergalm ins Tal führt, ist als Rodelstrecke präpariert“ (SCHÖN, 2012).
Fitnesscenter
In Garmisch-Partenkirchen (Markt) sind fünf Fitnesscenter angesiedelt die private Einrichtungen darstellen. Der nachfolgende Lageplan ermöglicht eine Übersicht zu den Standorten. Das Fitnesscenter “active Fitness & Wellness” in Garmisch-Partenkirchen bietet neben den Fitness-Angeboten Fitness, Cardio, Aerobic, Indoor-Cycling auch die Möglichkeiten der Solarium und Sauna-Nutzung. Leider existieren keine genaueren Informationen zu den Umrissen, ect. (vgl. BLAHUSCH, 2012)
Das Pilates Studio bietet ein weiteres Angebot zur körperlichen Fitness. (vgl. ZIMMER, 2012) Die Fit Life Fitness-Club GmbH bietet seinen Besuchern einen sogenannten Milon Zirkel, ein Rückenzentrum, Leistungszentrum, einen Thekenbereich, Gruppenfitnessbereich, Saunabereich und Kinderbetreuung. Auf die einzelnen Angebote soll hier nicht weiter eingegangen werden. (vgl. HOF, 2012)
Abschließend gilt es noch das X-Fitness Studio zu nennen welches, seinen Kunden Ausdauer-, Kraft und Beweglichkeits- sowie Rückentraining ermöglicht. Auch der Wellness-Bereich wird hier mit einer finnischen Sauna, einem Tempitarium und einem Dampfbad abgedeckt. Zudem werden hochmoderne Solarien, ein Bistro, ein Vortrags- und Meditationsraum sowie Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt. (vgl. KRAUS, 2012)

Weitere Sportstätte
Golfplatz des Golf-Clubs Garmisch-Partenkirchen (L)
Die Platzanlage des Golf-Clubs Garmisch-Partenkirchen liegt im Werdenfelser Land in Oberau. „Der 18-Lochplatz liegt direkt am Fuße des Estergebirges und ist auch für ältere Spieler leicht zu begehen. Für den sportlichen Golfer bieten die langen Par 4 Löcher eine Herausforderung. Die Grüns sind zum großen Teil erhöht und von zahlreichen Bunkern umgeben. Kurze Wege zwischen den Grüns und Abschlägen machen das Spiel entspannend (…)“ (BIEHLER, 2012). Ebenso vorhanden ist eine Drivinrange, ein Puttinggrün und Chippinggrün sowie ein Clubrestaurant mit einer Terrasse.

Tennisplätze am Sonnenbichl (C)[1]
Am Sonnenbichl in der Burgstraße existieren drei Hartplatz Tennisfelder auf denen Besucher jederzeit, nach Voranmeldung spielen können sowie ein Kinderspielplatz. Das Gelände nutzt vorranging der Post-Sportverein Garmisch-Partenkirchen e.V. (vgl. SÖLLNER, o.J)
Sporthallen für Schulen und Vereine
Garmisch-Partenkirchen hat nach des Autors Recherche fünf Sporthallen die Schüler und Vereine nutzen. Die Turnhalle der Zugspitz-Realschule stellt eine 3-Fachturnhalle dar und misst 24x45m mit einer lichten Höhe von 7m. Die 1981/82 erbaute Halle ist unterteilbar mit Trennvorhängen. Die Halle hat einen Schwingbogen und hochklappbare Basketballkörbe. Die ausziehbaren Tribünen in jeder Einzelhalle fassen ca. 40-50 Personen. An die Halle angegliedert sind Umkeideräume, Konditionsraum, Geräteräume und Regieraum. Die Halle ist neben der ausgiebigen Vereins- und Schulnutzung auch für Sportveranstaltungen nutzbar. Letzteres wird besonders durch den Regieraum und eine Tonanlage unterstützt. (vgl. GAPPA, 2012)
Die Internet-Recherche hat allerdings diesbezüglich keine weiteren Informationen ermöglicht. Zudem brachte der telefonische Kontakt zum Landratsamt keine Auskünfte zu weiteren Anlagen. Lediglich bekannt ist, dass Ende der 80er Jahre die Alpenverein-Sektion Garmisch-Partenkirchens in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Garmisch in der Turnhalle des Werdenfels Gymnasiums eine Kletterwand erbaut wurde, die zum damaligen Zeitpunkt in Größe und Art einmalig in Deutschland war. Zudem fand diese Regelmäßig Verwendung im Schulsport. (vgl. DORFLEITNER, o.J.)

Stadion „Am Gröben“ (K)
Das Stadion „Am Gröben“ wurde 1935 errichtet und trug zu gebinn den Naamen „Schlageter-Kampfbahn“. Nach einer weiteren Umbenennung des Stadions wurde die Sportstätte letztendlich am 13.07.2006 in „Stadion am Gröben“ umbenannt. Es fasst nun ca. 8000 Zuschauer und bildet unteranderem die Spielstätte des 1.FC Garmisch-Partenkirchen. (vgl. N.N., o.J)
Des Weiteren umfasst der Markt Garmisch-Partenkirchen noch einen Großfeld-Fußballplatz und eine Naturrodelbahn am Kainzenbad sowie eine Minigolfanlage und eine Trialanlage. Die Naturrodelbahn stellt eine kurze und sehr schnelle präparierte Naturrodelbahn dar, deren Auf- und Abstieg voneinander getrennt sind, sodass eine sportliche Abfahrt möglich ist. Die Bahn ist 1,1 km lang, umfasst eine Höhendifferenz von 160 Metern und weist eine Abfahrtzeit von ca. 5 min auf. Der Aufstieg dauert ca. 30 Minuten. „Die Strecke ist eine präparierte Naturrodelbahn des SC Riessersee, ohne überhöhte Kurven aber mit Holzbanden entlang der Abfahrt. Der Aufstieg ist getrennt von der Rodelbahn. Die Rodelbahn beginnt beim kleinen Starthäuschen und geht gleich gut steil mit ordentlichen Kurven abwärts. Im letzten Stück wird die Rodelbahn ordentlich steil und sehr kurvig. Wer hier keinen unangenehmen Kontakt mit der Bande machen machen will sollte entweder bremsen oder seinen Rodel gut lenken können“ (KOHL, 2012).

Freizeitanlagen in Garmisch Partenkirchen
Der zweite Schwerpunkt der Arbeit beschäftigt sich mit der Betrachtung der Freizeitanlagen. Hierunter fallen diverse Einrichtungen die Freizeitaktivitäten entsprechende infrastrukturelle Rahmenbedingungen ermöglichen.
Schwimmmöglichkeiten In Garmisch-Partenkirchen
In Garmisch-Partenkirchen gibt es vier öffentliche Anlagen bzw. naturgegebene Möglichkeiten zum Schwimmen. Die zwei Schwimmbäder – das Alpspitz-Wellenbad und das Kainzenbad – sowie die umliegenden Seen Riessersee und Pflegersee. Nachfolgende Grafik gibt eine Übersicht zur Lage der Bademöglichkeiten.

Badeseen – Riessersee (C) und Pflegersee (D)
Der im Mittelalter künstlich angelegte und kurz vorm Ortsende liegende Riessersee wird größten Teils von „einer Hangquelle am Südostufer gespeist“ (KNALL, 2010) und bietet eine 3,05 ha-große Wasserfläche (70x480m) bei einer maximalen Wassertiefe von 3,50 Meter. Liegeflächen sind im anliegenden Strandbad gegen Eintritt zu nutzen. (vgl. KNALL, 2010)
Der Pflegersee liegt oberhalb von Garmisch-Partenkirchen am Fußes des aufragenden Königsstands. Der früher als Schloßsee bezeichnete Pflegersee diente früher als Wasserversorgungsquelle der Burg Werdenfels und ist ca. zwischen 400 und 600 Jahren alt. Der auf 845 Meter Höhe liegende und 2,14 hektargroße See (155x200m) gilt als idyllischer Badesee mit einer maximalen Wassertiefe von 3,20 Meter. Zudem ist er von Wald- und Wanderwegen umgeben, auf denen die ca. 1 Kilometer entfernten Ruinen der Burg Werdenfels erreicht werden können. (vgl. KNALL, 2010a)
Alpspitz-Wellenbad (A)
Das zentral liegende Alpspitz-Wellenbad des heilklimatischen Kurorts Garmisch-Partenkirchens umfasst eine Bade- und Saunalandschaft mit 2.200 m2 Wasserflächen im Innen- und Aussenbereich sowie 1.000m2 Erholungs-Landschaft auf der Dachfläche. Der Schwimmbereich bietet:
- Freibecken (50x21m Abmessung und 24 Grad)
- Sonnenliegewiese
- Nass-Trocken-Spielbereich
- Spielbach
- Riesenrutsche
- Spielwiese mit Wippe & Karussell
- Wellenbecken (34x15m Abmessung und 27 Grad)
- Springbecken mit 5 m Sprungturm
- Mutter-Kind-Becken (mit Kinderrutschen bei 32 Grad Wassertemperatur)
- Lehrschwimmbecken (Wassertiefe: 0,60m – 1,20m bei 28 Grad)
- Warmwasser-Bewegungsbecken (32 Grad)
- Wirl-Pool im Außenbereich (vgl. LICHTMESS, 2012b)
Als Besonderheit sollten die beiden Rutschen erwähnt werden – die 96 Meter lange Röhrenrutsche und 9 Meter hohe Speedrutsche. „Die lange Rutsche durchbricht mehrmals die Gebäudefassade in verschiedenen Radien und Schleifen. Die Kurvengestaltung, die Neigungen und der Richtungswechsel sind dabei perfekt aufeinander abgestimmt (…). Beide Rutschen enden jeweils im Inneren der Schwimmhalle, so dass das Vergnügen bei jedem Wetter garantiert ist.“ (LICHTMESS, 2012b).
Des Weiteren enthält das Alpspitz-Bad einen großen Saunabereich, der im Inneren eine kleine finische Sauna, eine Bio-Sauna, einen zentralen Poolbereich, ein Tauchbecken, einen Whirl-Pool, Tropische Regendusche, Marmorbänke, Fußbäder, ein Dampfbad, ein Caldarium und einen Panorama-Wintergarten mit Sauna-Bar. „Das Herzstück ist der zentrale Pool-Bereich mit den einzigartigen Wandmalereien des Kunstmalers Michele Nardiello. Tauchbecken, Whirl-Pool, Tropische Regendusche, Marmorbänke und Fußbäder sind umrahmt von römischen Säulen und überdacht mit einer großen Lichtkuppel. Hier erfolgt nach der „Aufheizung“ des Körpers in der Sauna die gezielte Abkühlung“ (LICHTMESS, 2012c). Im Außenbereich finden die Gäste ebenfalls eine finnische Sauna im Blockhüttenstil sowie einen FKK-Bereich mit Ranorama-Terrassen, ein Solebecken und eine Saline vor. (vgl. LICHTMESS, 2012c)
Kainzenbad (B)
Das Naturfreibad bietet Sport und Spaß für die ganze Familie. Mit seiner 12.500 m2 Wasserfläche, einer großen Liegefläche, Spielwiesen, Sprunganlagen und Strandcafe bietet das am Rande Garmisch-Partenkirchen liegende Freibad eine unterhaltsame Schwimmmöglichkeit. Das Kainzenbad wurde bereits in den Anfanfsjahren des Tourismusbooms in Garmisch-Partenkirchen errichtet und von den Bewohnern genuzt. (vgl. PEHLKE, 2012) Im Winter wird zudem das Naturfreibad als Eisstockbahn genutzt. Das Kainzenbad liegt nahe einem Fußballplatz und dem Olympia-Skistadion.

Weitere Freizeitanlagen
Die Lage der verschiedenen Freizeiteinrichtungen Garmisch-Partenkirchens ist in folgender Grafik übersichtrlich dargestellt. Nachfolgend werden die wesentlichen erläutert.

Jugendzentrum (A)
Das kommunale Jugendzentrum in Garmisch-Partenkirchen bietet allen Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren eine Freizeiteinrichtung in der diese unter sich seien können. Die Einrichtung ist Dienstags bis Samstags von in Regel 14:00 – 20:00 geöffnet und bietet allen Jugendlichen einen Internetzugang, gastronomische Angebote sowie diverse Kursangebote. Zudem ist die Einrichtung für Menschen im Rollstuhl zugänglich. (vgl. N.N, 2012a)
Michael-Ende-Kurpark (B)
Der Michael-Ende-Kurpark liegt im Zentrum des Marktes Garmisch-Partenkirchen. Er ist angelegt als Platz der Ruhe und Entspannung.
„Eine Oase der Ruhe, der Entspannung. Umsäumt von alten knorrigen Bäumen, prächtigen Blumenrabatten und einem bunten Seerosenteich kannst du hier herrlich entspannt lesen, die Stille genießen oder den Tag verträumen. Zahlreiche Sitzgruppen, das Garten-Schach, Boccia sowie die historische Kegelbahn laden zum Verweilen ein. Ein sinnliches Erlebnis für die Füße verspricht der Barfußpfad. Hier gehst du unter Schatten spendenden Laubbäumen über pieksende Tannenzapfen, sanft geformte Flusskiesel und watteweiches Moos. Eine Erlebnisreise, die deine Sinnesorgane anregt, die Fußmuskulatur stärkt und zugleich dein Gleichgewichtsgefühl fördert“ (SCHMIDT, 2012a).
Einzige Ausnahme dieses Ruheortes bilden im Sommer die vereinzelt bei der Kurparkmuschel stattfindenden Live-Konzerte. Der Park ist 35.000 m2 groß und beherbergt ca. 40.000 Pflanzen. Im Zentrum des Kurparks befindet sich das Kurhaus, indem Kunstausstellungen, Leseräume und andere Veranstaltungen stattfinden. (vgl. SCHMIDT, 2012a)
Spielbank Garmisch-Partenkirchen
Die Spielbank fand bereits 1955 seinen Ursprung im Nobelhotel Alpenhof. Bereits am 06.Januar.1956 zog die Einrichtung in ein Gebäude der Marktgemeinde am Marienplatz um. Bis 1983 aufgrund des hohen Besucherandrangs der Neubau in zentraler Lage und 2000 die Erweiterung der Spielbank durchgeführt wurde. Letzteres Ereignis führte dazu, dass die Räumlichkeiten auf 4.500 m2 erweitert wurden und somit ein großzügiges und vorallem stilvolles Ambiente erschaffen wurde, das dem Spielen auch das Denieren ermöglicht. (vgl. N. N, 2012b)
Richard-Strauss-Institut (M)
Das zu Ehren des 50.Todestags des Komponisten eröffnete Richard-Strauß-Institut wurde 1999 eröffnet und ist in der 1893 erbauten Villa des Mannheimer Zigarrenfabrikanten Ludwig Mayer-Doß untergebracht. Der Träger dieser Einrichtung bildet der Markt Garmisch-Partenkirchen wird aber gefördert Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. In der Einrichtung werden Ausstellungen und Konzerte veranstaltet. Zielgruppe dieser Einrichtung sind alle Musik- und Kulturliebhaber. (vgl. WOLF, 2012)
Bayernhalle (D)
Die Bayernhalle des Volkstrachtenvereins Garmisch findet Verwendung für Banketts und Großveranstaltungen nach dem echten Werdenfelser Brauchstum. Die Halle fasst eine Bankettbestuhlung mit runden Tischen und Stühlen für maximal 300 Gäste sowie Biertische und Bänke für bis zu 700 Gäste. Doch ebenso werden dort Betriebs- und Familienfeiern, Hochzeiten, Konzerte, Theater, Gruppenreisen, Ausstellungen, TV-Sendungen und Tagungen veranstaltet. (vgl. RUF, 2012)
Freizeitpark Loisachbad (C)
Der ehemalige Badesee wurde zu einem Freizeitpark umfunktioniert. Zwar existiert immer noch der See, dieser ist aber nicht zum Baden dar. Die Anlage bietet Kleinstkinder- und Abenteuerspielplätze, eine Röhrenrutsche sowie einen Bolz- und Volleyballplatz. (vgl. SCHMID, 2012c)
Gasthof Bräustüberl mit Garmischer Volkstheater (G)
Der in Alt-Garmisch liegende Gasthof Bräustüberl hat eine 350 Jahre alte Tradition. „Die über 350 alte Jahre Traditionsgaststätte erfreut sich weltweiter Popularität. Gemütliche Gasträume, welche einzeln und exklusiv reserviert werden können, sind geprägt im unveränderten Stil der Jahrhundertwende mit vielen Wandgemälden des berühmten Lüftl-Malers Heinrich Bickel. Dieses Haus erzählt Geschichten, und läßt schnell nostalgische Gefühle aufkommen“ (GEBHART, 2012). Doch ein besonderes Highlight stellen die im Bühnensaal auf der Bräustüberl-Bühne stattfindenden Aufführungen dar. Der Saal befindet sich im 1.Stock und bietet Platz für 90 Personen. Er lässt sich exklusiv für Veranstaltungen mieten. Herzstück dieses Bühnensaals bildet die Theaterbühne. Das besondere Charakteristikum dieses Raumes bildet die Wandmalerei im Inneren mit Natur- und Jagdmotiven. Diese finden sich an Wänden, Holzbalken an den Decken und an der gesamten Seitenwand. Durch die rustikale Einrichtung wird der altbayerische Charakter geprägt. Der Gasthof verbindet somit Gaststätte mit Theater und stellt einen besonderen und weltweit bekannten Veranstaltungsort dar. (vgl. GEBHART, 2012)

Kinos (Kinocenter Garmisch & Aspen im Lamm + Hochland-Kino) (F) + (J)
Garmisch-Partenkirchen hat mit dem Konocenter Garmisch und dem Hochland-Kino zwei Kinos im Angebot. Das Hochland Kino hat einen Kinosaal mit 217 Sitzplätzen. Das Kinocenter Garmisch vier Kinosääle mit insgesamt 472 Plätzen (Aspen = 149 / Kino B = 85 / Kino A = 186 / Kino C = 52). (vgl. WOLF, 2012)
Kongresszentrum Garmisch-Partenkirchen (L)
Das Kongresszentrum bietet in zwölf Räumen und auf insgesamt 1000 m2 für ca. 2000 Personen Platz. Veranstaltungen jeglicher Art (Kongresse, Tagungen, Ausstellungen, Vorträge, Theateraufführungen, Konzerte, Musikals) finden dort optimale Bedingungen zur Durchführung. Im Erdgeschoss des Zentrums finden sich der Festsaal Werdenfels & Foyer, Konzertsaal Richard Strauss, Olympiasaal und Bühne U1. Das Obergeschoss fasst die Räume Zugspitz 1 & 2, Wetter- & Waxenstein, Dreitorspitze, Alpspitz und Kramer. Nachfolgende Grafik gibt eine Übersicht zu den einzelnen Räumen. (vgl. SCHMID, 2012g)

Im Folgenden werden die wesentlichen, insbesondere als Freizeiteinrichtung Verwendung findende, Räumlichkeiten skizziert.
Olympiasaal
Der Olypiasaal umfasst insgesamt 270 m2 und bietet bei Reihenbestuhlung 212 Personen + 50 Personen auf dem Balkon Platz. Bei einer Parlamentarischen Bestuhlung finden 129 Personen Platz. (vgl. SCHMID, 2012g)

Festsaal Werdenfels
Den wohl größten Raum des Hauses bildet der Festsaal Werdenfels, der für große Kongresse aber auch Veranstaltungen und Ausstellungen gebucht werden kann. Der Raum umfasst 800m2. Zusätzlich können das Foyer im Erdgeschoss mit 775 m2 und das Oberfoyer im Obergeschoss mit 305 m2 genutzt werden. Je nach Bestuhlungsart variiert somit die Anzahl von Sitzplätzen. (vgl. SCHMID, 2012g)

Bühne U1 im Kongresshaus Garmisch-Partenkirchen
„Der Veranstaltungssaal ist einem „Amphitheater“ nachempfunden. Die Bühne schmiegt sich halbrund in die ebenfalls halbrunden, ansteigenden Sitzreihen. Von der obersten Sitzreihe blickt man „nach unten“ auf die Bühne. (…) Der Saal wird durch einen Sternenhimmel und Wandleuchten erhellt“ (STADLER, 2012). Die Farbe der Stühle ist rot, die der Wände blau und die Vorhänge schwarz und blau. Die Bühnenbreite misst 6 m bei einer Bühnentiefe von 5,90 m. Der Saal ist 15 Meter breit und 11 Meter lang. Genauere Daten und eine Übersicht des Saals sind in nachfolgender Übersicht ersichtlich. (vgl. STADLER, 2012)

Museen (Werdenfels-Museum D + Museum Aschenbrenner H)
Das Museum entstand 1895 aus einer privaten Sammlung von Wertgegenständen. Seit 1973 ist das Museum in einem ehemaligen Kaufmannshaus aus dem 17. Jahrhundert und ermöglicht den Gästen eindrücke zur Geschichte und Kultur des Werdenfelser Landes zu bekommen. „Man sieht dort frühgeschichtliche Bodenfunde sowie Sakralgegenstände, bäuerliche Volkskunst, bürgerliche und bäuerliche Wohnkultur. Sehenswert ist auch der Fastnachtsraum mit Masken verschiedenster Art. Sie geben einen Überblick über die Faschingstradition in dieser Gegend. Das Werdenfels-Museum ist in seiner Art eins der bedeutendsten in Bayern“. (KÜMMERLE, 2012).
Ein weiteres Museum in Garmisch-Partenkirchen bildet das Museum Aschenbrenner. Das Museum stellt den Besuchern auf zwei Stockwerken und ca. 300m2 eine Puppen- und Porzellansammlung zur Ansicht. Zudem ist in dem Neubau eine Krippenausstellung untergebracht. Das Museum dient auch als Raum für andere Veranstaltungen und Ausstellungen. (vgl. TEUFL, 2012)
„Im Erdgeschoss empfängt dich barocke Musik – passend zu den Porzellan-Exponaten aus dem 18. Jahrhundert. Ganz anders ist die Atmosphäre im 1. Stock des Museums – eher kindlich-fröhlich als höfisch-elegant“ (SCHMID, 2012e).
Abschluss
Seit dem 18 Jahrhundert, als die Grafschaft Werdenfels Bayern zugeordnet wurde und diverse Reisende über die einzigartige Natur berichteten, ist Garmisch-Partenkirchen für seine Natur-Landschaft bekannt und erfreut sich wachsendem Interesse[1]. Bis 1850 galt Holz als wichtigstes Wirtschaftsgut der Gemeinde doch dies wurde durch die wachsende Bekanntheit geändert. Der aufkommende Tourismus etablierte sich als wertvolle Einnahmequelle. Dennoch stellte die schwere Erreichbarkeit des Gebiets ein nur schwer überwindbares Hinderniss dar. Doch als 1854 die erste Eisenbahnlinie nach Starnberg und der 1866 erfolgende Ausbau nach Weilheim fertiggestellt wurden, änderte sich dies. Lediglich die Herrschaft König Ludwigs II verzögerte diesen Fortschritt aufgrund seiner Feindseligkeit gegenüber der Bahn. Seit dem 25.07.1889, als die Bahnlinie dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde, herrscht reger Fremdenverkehr. Dieser förderte steigende Übernachtungszahlen und die Fokussierung auf den Ausbau bzw. die Förderung der Wanderlandschaften und Hüttenbetriebe. Es entwickelte sich ein Sommer- & Wintertourimus, der der Region ganzjährige Tourismuseinnahmen noch heute beschert. Aufgrund diverser Wintersportfeste, insbesondere der 1914 stattfindenden Skimeisterschaften, wurde die Gemeinde zum führenden Wintersportplatz des Deutschen Reiches. Die Austragung der IV. Olympischen Spiele 1936 brachte grundlegende Veränderungen mit sich. Straßen, Sportstätten und Fremdverkehrseinrichtungen wurden neu angelegt, errichtet und ausgebaut. Dieser Event machte Garmisch-Partenkirchen weltberühmt. Entscheidend für den heutigen Charakter Garmisch-Partenkirchens war die Anfang der 50er Jahre verhinderten Ansiedlungen großer Industriebetriebe. Die Gemeinde bevorzugte stattdessen den Ausbau des Fremdenverkehrs und schuf neue Kur- und Freizeitanlagen. Auch sportliche Großevents, wie die 1978 & 2011 stattgefundenen alpine Ski Weltmeisterschaften, fanden in Garmisch Partenkirchen weiterhin einen einzigartigen Austragungsort. (vgl. PEHLKE, 2012)
Marco Mesirca