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Wichtige Bereiche der Vereinsbesteuerung – Die Lohnsteuer (Teil 3)

Weitere finanzielle Fragestellungen für einen Verein bringt die Lohnsteuer mit sich. Laut Bundesfinanzministerium stellt die Lohnsteuer eine Erhebungsform der Einkommenssteuer dar und bildet somit keine Steuer eigener Art.

Die Erhebung der Einkommenssteuer erfolgt beim Arbeitgeber (an der Quelle) und wird durch Abzug vom Arbeitslohn des Arbeitnehmers erhoben. „Vereine, die Arbeitnehmer beschäftigen, sind (…) Arbeitgeber und haben als diese die Pflicht, den Steuerabzug vom Arbeitslohn durchzuführen“ (DAUBER, 2006, S. 231). Seit 2007 beträgt der Spitzensteuersatz für das zu versteuernde Einkommen von 250.001 EURO 45%. (Vgl. DAUBER, 2006, S. 233)

Die Steuerlast wird ermittelt indem das zu versteuernde Einkommen mit dem individuellen Steuersatz multipliziert wird. Der Steuersatz ist als progressiver Tarif von der Einkommenshöhe abhängig. Zu beachten ist, dass ein Grundfreibetrag in Höhe von 8.004 EURO nicht zu versteuern ist. (Vgl. JÄCK, 2010, S. 347)

Als Arbeitnehmer eines Sportvereins zählen unteranderem

  • „Trainer, sonstige Übungsleiter, Ausbilder die für den Verein mehr als sechs Stunden in der Woche tätig sind,
  • Platzkassierer, Reinigungskräfte,
  • Vereinsmitglieder, die bei einem Vereinsfest gegen Bezahlung helfen sowie
  • Personen, die beim Verein fest angestellt sind (z. B. Geschäftsführer eines Vereins)“ (DAUBER, 2006, S. 232).

Die steuerpflichtige Entlohnung kann in Form von Geld, Geldeswerten und/oder Sachbezügen erfolgen. Dabei unterscheidet sich die Durchführung des Steuerabzugs, „je nachdem ob

  • der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte vorlegt
  • der Arbeitnehmer unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig ist,
  • laufende oder sonstige besteuert werden,
  • der Lohn brutto oder netto erfolgt,
  • die Steuer individuell oder pauschal ausbezahlt wird,
  • der Arbeitnehmer einer steuerberechtigten Kirche angehört oder nicht“ (DAUBER, 2006, S. 233).

Eine unbeschränkte Steuerpflicht liegt vor, wenn der Arbeitnehmer (natürliche Person) im Inland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ist dies nicht der Fall, die Arbeit aber dennoch im Inland nicht selbstständig erfolgt, so unterliegt diese Person einer beschränkten Steuerpflicht. (Vgl. DAUBER, 2006, S. 233 – 235)

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