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Wichtige Bereiche der Vereinsbesteuerung – Körperschafts- & Gewerbesteuer (Teil 2)

Nachfolgender Beitrag bildet Teil 2 der Serie „Wichtige Bereiche der Vereinsbesteuerung“ und stellt nun, nach der Darstellung in Teil 1 bezüglich der Umsatzsteuer, die Besonderheiten für Vereine bei Körperschafts- und Gewerbesteuer dar.

Die Körperschaftssteuer stellt die Einkommenssteuer der Körperschaften dar. Dieser unterliegen „alle juristischen Personen und diesen gleichgestellte Organisationen (z. B. nicht eingetragene Vereine und Stiftungen)“ (JÄCK, 2010, S. 349). Grundsätzlich sind Vereine mit sämtlichen Einkünften körperschaftsteuerpflichtig, insofern diese unter eine Einkunftsart im Sinne des § 2 Abs. 1 EStG fallen.

Vereine die im Sinne des § 5 Abs. 1 KStG steuerbefreite Körperschaften darstellen bilden eine Ausnahme, wenn sie keinen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb betreiben. Des Weiteren sind gemeinnützige Vereine „auch mit ihren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben von der Körperschaftsteuer befreit, wenn die Einnahmen einschließlich Umsatzsteuer aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben, die keine Zweckbetriebe sind, insgesamt 30.678 EURO nicht übersteigen“ (SAUER / LUGER, 2004, S. 7). Dazu müssen allerdings sämtliche Einnahmen aus Gemeinschaften und Personengesellschaften zusammen gefasst werden. Der Betrag in Höhe von 30.678 EURO bezieht sich auf den Gesamtverein. (Vgl. SAUER / LUGER, 2004, S. 7)

Körperschaft- und Gewerbesteuer in den Sphären des Vereins / Quelle: JÄCK, 2010, S. 357

Vereinen und Stiftungen steht in Bezug auf die Körperschaftsteuer ein Freibetrag in Höhe von 5.000 EURO zu. Unabhängig von der Einkommenshöhe beträgt der Körperschaftssteuersatz 15%. „In Zusammenhang mit der daraus resultierenden – vermeintlich sehr geringen – Steuerlast ist jedoch zu beachten, dass (…) zunächst eine Einkommensverteilung erfolgen (muss), die eine zusätzliche Einkommenssteuerlast nach sich zieht“ (JÄCK, 2010, S. 349).

Den Gemeinden unterliegt die Erhebung der Gewerbesteuer, das daraus resultierende Aufkommen steht ihnen zu. Sie können frei den eigenen sog. Hebesatz bestimmen. (Vgl. DEUSSEN, 2007, S. 185)

 Die Gewerbesteuer ist als Ertragssteuer ausgestaltet, da als Ausgangspunkt für die Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Gewinn aus dem Gewerbebetrieb gilt. Hier steht Einzelunternehmen und Personengesellschaften ein Freibetrag in Höhe von 24.500 EURO zu. Der Gewerbesteuersatz setzt sich aus dem Hebesatz und der Messzahl 3,5% zusammen. Der Hebesatz muss mindestens 200% betragen. (Vgl. JÄCK, 2010, S. 349) In oberer Abbildung ist ersichtlich wie in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen eines Vereins Körperschaft- und Gewerbesteuer behandelt werden.

Über weitere wichtige Zusätze diesbezüglich würde ich mich sehr freuen. Bitte hinterlasst diese einfach mit Hilfe der Kommentarfunktion.

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